1. Tag nach der Öffnung der Grenze

Biografie und Geschichte. Private Fotografie in Ostdeutschland 1980–2000

01.01. – 31.12.2020

Das Forschungs- und Dokumentationsprojekt Biografie und Geschichte. Private Fotografie in Ostdeutschland 1980–2000 sammelte und untersuchte im Jahr 2020 Fotoalben und Bilder aus der Zeit zwischen 1980 und 2000, die die Brüche, aber auch die Kontinuitäten auf persönlicher, biografischer und familiärer Ebene vor und nach 1989/90 zeigen.

Im Zuge des Projektes wurden ab Juni bis Anfang August 2020 Albengespräche in größeren und kleineren Städten in Ostdeutschland durchgeführt, u.a in Berlin, Dresden, Eisenhüttenstadt, Kloster Veßra, Leipzig, Magdeburg und Rostock .

Für diese Gespräche waren Bürger:innen eingeladen, lose Fotografien, Fotoalben, Dias, Schmalfilme und ähnliche Materialien nach vorheriger Anmeldung zusammen mit den Mitarbeiter*innen des Projektes anzuschauen und die Geschichten dazu zu erzählen. Die nun digitalisierten Albengespräche, sowie gescannte Leihgaben und Schenkungen werden aufbereitet und dem Archiv des Deutschen Historischen Museums übergeben.

Im Jahr 2020 fanden zudem zwei wissenschaftliche Symposien statt, die es ermöglichten die Ergebnisse und Erfahrungen des Projektes zu teilen. Im November hielt Friedrich Tietjen einen Vortrag mit dem Titel The Private is Mostly Private, or What Private Photography May or May Not Tell Us about Life in the GDR während der 52. Ausgabe der Convention of the Association for Slavic, East European, & Eurasian Studies. Die Tagung Private Blicke in Diktatur und Demokratie am Zeitgeschichtlichen Forum in Potsdam fand Anfang Dezember statt. Eine Auswahl der Vorträge gibt es nun auf Youtube zu sehen.

Das Projekt Biografie und Geschichte. Private Fotografie in Ostdeutschland 1980–2000, initiiert von dem Fotohistoriker und Kurator Dr. Friedrich Tietjen und der Kulturhistorikerin und Kuratorin Sophie Schulz, wird von der Stiftung Reinbeckhallen Sammlung für Gegenwartskunst getragen und ist mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur gefördert. Das Deutsche Historische Museum ist Projektpartner.

01.01. – 31.12.2020
Albengespräche zwischen Juni und August 2020