© Gordon Räck
Ausstellung

Cinecube

Raumfüllender Film abseits von VR
27. – 28.04.2024

Film konsumieren wir normalerweise frontal. Es gibt zwar immer wieder Versuche, Film im virtuellen 360°-Raum zu erzählen, jedoch raubt dies den Filmschaffenden meist ein starkes dramaturgisches Mittel, wie den Bildausschnitt gezielt selbst zu wählen. Auch schnelle Raumwechsel sowie Schnitte können mitunter in einer VR-Brille überfordernd sein.  Wie kann man diese typischen Einschränkungen überwinden und Bewegtbild gezielt durch die räumliche Projektion inhaltlich erweitern?

Um diese Herausforderung anzugehen, hat Gordon Räck für die Studierenden des Studiengangs „Kommunikationsdesign“ der HTW Berlin den CINECUBE entwickelt. Wir stellen uns einen Würfel vor, welchen wir betreten können.  Wenn wir in diesem stehen, stell die Wand vor uns, links, rechts sowie die Decke eine Projektionsfläche dar.

Wie lösen wir klassische Kurzfilme in diesem Raum auf? Wie schaffen wir für die Zuschauenden einen Mehrwert und lösen uns von der frontalen Bespielung? Auf welchen Flächen stellen wir zum Beispiel einen Dialog dar und schaffen so Distanz oder Nähe zwischen den Protagonist*innen?

All diesen neuen erzählerischen Möglichkeiten und den dazugehörigen Herausforderungen haben sich 16 Studierende der HTW Berlin gestellt. So haben sie insgesamt 5 Kurzfilme für den CINECUBE entwickelt und laden so zu einem ganz neuen Seherlebnis ein. Die Inhalte reichen von einem Auszug aus dem Theaterstück „Biedermann“ über eine eigens entwickelte Tanzperformance, Gangster Drama und Splatterfilm bis hin zu einer gefühlvoll inszenierten Liebesgeschichte.

Dadurch, dass die Rezipierenden im CINECUBE nicht alle Projektionsflächen gleichzeitig erfassen können, sind wir immer unser*e eigene*r Bildregisseur*in und können die Filme jedes Mal neu erleben oder werden gezielt durch die Projektionsflächen im CINECUBE durch einen geschickten Schnitt geleitet.

Ausstellende: Anna Raiskaia, Benedikt Lindner, Christian Kaczynski, Cornelius Haugwitz, Esther Reichard , Evrigiorgio Panzera, Florence Jacobi, Johanna Quirin, Larissa Krüger, Leopold Felix Skupin, Lisa Thömel, Ludwig Leonhardt, Marie Egloffstein, Richard Adamek, Tijana Mirjacic, Tim Vetter

Die Ausstellung findet in Kooperation mit der Stiftung Reinbeckhallen statt.