Gesprächsrunde

Zeitgenössische Kunst in/aus Kuba

Otro amanecer en el trópico | Zeitgenössische künstlerische Praktiken in Kuba
15.09.2018
Die Gesprächsrunde, die im Rahmen der Ausstellung stattfindet, nähert sich den vergangenen und aktuellen Bedingungen für die Produktion kubanischer Kunst und deren Präsentation in internationalen Kontexten.

mit Dermis P. León, Henry Eric Hernández, Javier Vilaltella and Tereza de Arruda


Moderatorin

Tereza de Arruda (geboren 1965 in São Paulo, Brasilien, lebt seit 1989 in Berlin) ist Kunsthistorikerin und arbeitet als freiberufliche Kuratorin.

Sie studierte Kunstgeschichte und hat zahlreiche Projekte kuratiert, darunter: Jin Lie: What is past, is still present, Museum of Contemporary Art Chengdu, Chengdu; Ilya & Emilia Kabakov, Two Times Kunsthalle Rostock; Sigmar Polke, Die Editionen, me collectors Room Berlin; In your heart | In your city, Køs Denmark; Kuba Libre, Kunsthalle Rostock; 2015: Bill Viola, Three Women, International Biennial of Curitiba; Chiharu Shiota, Searching for Destination, SESC Pinheiros, São Paulo; Nina Fischer/Maroan el Sani – The Memory of Concrete, Museu de Arte Moderna Recife; Curator’s Choice, Pippy Houldsworth Gallery London; 2011/2012: Maix Mayer Raumpatrouille, Museu Brasileiro da Escultura; If not in this period of time: Contemporary German Paintings 1989-2010, Museu de Arte de São Paulo.

Sie koordinierte die Ausstellungen Das Bild des Klangs in der St. Elisabeth-Kirche und Interventionen in Partnerschaft mit dem Haus der Kulturen der Welt in Berlin. In den Jahren 2005 und 2006 war sie Ko-Kuratorin des internationalen Performance-Programms Verbo in der Galeria Vermelho, São Paulo. Im Jahr 2004 koordinierte sie den offiziellen griechischen Beitrag von Harris Kondosphyris zur Biennale von São Paulo. Im Jahr 2003 kuratierte sie Curator’s Choice auf der Art Frankfurt und 2002 übernahm sie die Koordination des Beitrags von Cildo Meireles zur Documenta 11.


Redner

Dermis P. León (geboren in Havana, Kuba 1966, lebt in Berlin und Santiago de Chile) ist eine unabhängige Kunstkritikerin und Kuratorin.
Sie studierte Kulturwisschenschaften (MA) am Bard College, New York; Kunstgeschichte (MA) an der Universität von Havana und Lateinamerikanische Kunst (BA) an der Universität von Costa Rica.
Sie ist die Gründerin des Curatorial Bureau und Mitglied der IKT (International Association of Curators of Contemporary Art).
Dermis hat Ausstellungen in Lateinamerika (Havana, San Jose, Santiago de Chile), Europa (Berlin, Mailand, Madrid, Turin, Stockholm, Pesaro, Dabzig) und den USA (New York, Los Angeles, Miami) kuratiert und als Jurymitglied an verschiedenen Kunstfestivals teilgenommen (Madrid, 2010 und Sharjah Biennale in den Vereinigten Arabischen Emiraten, 2012).
Sie arbeitete in der Reina Sofia-Madrid und im Museo de Arte y Diseño Contemporaneo in San José Costa Rica und forschte auch an der Kunstakademie Düsseldorf.
Sie hat zahlreiche Publikationen über lateinamerikanische und zeitgenössische internationale Kunst veröffentlicht, darunter eine zweisprachige (Englisch/Spanisch) buchfüllende Studie über einen kubanischen Künstler: Carlos Boix: Boix Boxing Boixismo, 2015. Dermis hat auch den ersten Kuratorenpreis des chilenischen Kulturministeriums (2015) erhalten, neben anderen namhaften Auszeichnungen und Stipendien.

Henry Eric Hernández (Kuba/Spanien, 1971) ist ein transdisziplinärer Künstler, Sozialforscher und Professor. Er hat einen Abschluss in Bildender Kunst des Höheren Kunstinstituts von Havanna und promovierte in Medienwissenschaften an der Universität Complutense in Madrid. Henry Eric erhielt Stipendien von der John Simon Guggenheim Memorial Foundation, der Pollock-Krasner Foundation, der Christoph Merian Stiftung, dem Shigaraki Ceramic Cultural Park und der Botín Foundation. Er hat unter anderem an Biennalen für zeitgenössische Kunst in Havanna, Valencia und São Paulo teilgenommen. Perceval Press hat zwei seiner Bücher veröffentlicht: Revenge (2006) und Another Island for Miguel (2008). Almenara Press-Leiden hat sein Buch: Mártir, líder y pachanga. El cine de peregrinaje político hacia la Revolución cubana (2017) veröffentlicht.

Kürzlich hat er die Ausstellung der kubanischen Kunstgruppe The End of the Great Tale (Taller Gorría Gallery, Cuba; Oficina de Proyectos Culturales, México) organisiert.

Javier Vilaltella ist Kunsthistoriker und Professor an der Ludwig-Maximilians-Universität München – Institut für rumänische Philologie, spanische und lateinamerikanische Kulturstudien.