Gesprächsrunde und Workshop

WUT GESTALTEN

Veranstaltungsprogramm in Kooperation mit der Werkstatt Neue Drucke
14.03.2020
Gesellschaftliche Auseinandersetzungen werden zurzeit in erheblichem Maße von Emotionen bestimmt. Zunehmend sind sowohl eine diffuse als auch eine konkrete Wut zu erleben, In der Kommunikation bedient sich diese Wut nicht nur der gesprochenen Sprache, sondern nutzt gleichermaßen Schrift und Bild, um sich zu äußern.

In Kurzbeiträgen und Diskussionen werden aus Sicht von Schriftgestalter*innen, Plakatkünstler*innen sowie Kunst-, Kultur- und Medienwissenschaftler*innen Fragen zu möglichen Chiffren des Wutzeigens und Wütendmachens in der Gestaltung von Plakaten besprochen.

Idee, Konzept und Leitung: Ulrike Koloska, Werkstatt Neue Drucke und Katharina Walter, Kultur-und Medienwissenschaftlerin


Programm

15.00 Uhr | Begrüßung, Ulrike Koloska, Werkstatt Neue Drucke, Berlin

15.15 Uhr | Session I

(Gegen-)Druck erzeugen. Drucken als politischer Akt
| Katharina Walter, Kultur- und Medienwissenschaftlerin, Humboldt Universität zu Berlin, Berlin

Visual Hurricane (in engl.)
| Agnieszka Ziemiszewska, Plakatkünstlerin, Lehrerin und Kuratorin, Lodz/Warschau

16.15 Uhr | Pause

16.45 Uhr | Session II

Wut und Design
| Erik Spiekermann, Schriftgestalter und Autor, Berlin

Die Kunst des Plakates oder Emotionen in Bewegung
| Dorna Safaian, Medienwissenschaftlerin (Uni Siegen), DFG-Projekt „Bilder der Empörung“

17.45 Uhr | Open Talk mit Moderation
Moderation: Friedrich Tietjen, Kunsthistoriker und Kurator, Leipzig


Social conflicts are largely triggered by emotions, and two forms of rage, diffuse and concrete, are increasingly experienced today. These kinds of rage can be expressed not only through spoken language, but also equally through written language and images. On March 14th, 2020, short papers presented by a select group of sociologists, typographers, graphic designers, and historians of art, culture, and media and an open discussion moderated by Friedrich Tietjen, an art historian and curator, in the Project Room will explore questions about possible ciphers for depicting and evoking anger in and through poster design.


Mehr Informationen zur Ausstellung „Wut an den Wänden: 69 politische Plakate“ finden Sie hier.